Stephanie Mach: Rückblick auf die Tschechische Meisterschaft der Belgischen Schäferhunde im Canicross 2024
Botschafter · · Stephanie Mach
26. Oktober 2024
Der Höhepunkt der Herbstsaison war da! Das Rennen, auf das ich mich seit der vergangenen WM am meisten gefreut hatte. Ich wusste, dass wir beide in Topform waren und etwas zu zeigen hatten. Wir mussten es nur noch abrufen. Aber wie es so oft ist, gibt es leider Situationen, die wir nicht beeinflussen können, und diesmal hat es uns getroffen.
Am Tag nach dem Rennen O-SEE in Deutschland hatte ich einen Termin in der Orthopädie wegen meines Knöchels (die Schwellung war über Nacht überhaupt nicht zurückgegangen, und ich spürte jeden Schritt). Nach dem Röntgen und dem Urteil des Arztes – Schonung und mind. 3 Wochen ohne Laufen – dachte ich mir „Das darf doch nicht wahr sein“, ich werfe doch nicht das ganze Training nur wegen eines Knöchels weg. Deshalb ging ich noch zu einem Physiotherapeuten, der mir grünes Licht gab, wenn die Schwellung innerhalb von 2 Tagen zurückgeht, der Schmerz verschwindet und ich mit Orthese laufe. Statt der letzten paar Trainingseinheiten, in denen ich die Beine in Bewegung halten sollte, lag ich nur herum und ruhte mich aus, um dem Knöchel eine Chance zu geben. Am Mittwoch war ich kurz traben, habe das Lauf-ABC gemacht, und der Knöchel war okay – also super, am Samstag laufen wir!
Was ich aber wirklich nicht mehr erwartet hatte: dass ich mir in der Nacht von Donnerstag auf Freitag eine Magen-Darm-Grippe einfange. Jemand da oben hatte Sinn für Humor … Es war also wirklich abzuwägen, ob ich am Samstag überhaupt laufen sollte oder lieber nicht. An einem Tag nahm ich 1,5 kg ab und war völlig erschöpft. Ich sagte mir, dass ich also erst am Samstagmorgen entscheide, ob Ante und ich laufen oder nicht. Am Samstagmorgen hatte sich mein Rennen aufs Klo etwas beruhigt, und ich sagte mir: Dann machen wir es. Tja, mein Ego hat gesiegt, und ich habe es gemacht, was am Ende ein großer Fehler war.
Wir starteten, und nach 500 m wusste ich, dass der ganze Lauf nur eine einzige große Quälerei werden würde. Ich bekam keine Luft, die Beine waren schwer, und ich konnte sie nicht in Schwung bringen. Es tat mir schrecklich leid, denn Ante zeigte eine unglaubliche Leistung. Ich musste ihm nicht einmal Kommandos für die Kurven geben – er wusste genau, wo er langlaufen musste. Er lief wie eine Dampflok unter Volldampf, und nur ihm war es zu verdanken, dass ich überhaupt ins Ziel kam. Leider blieb für uns nur der 8. Platz, das schlechteste Ergebnis unserer ganzen Canicross-Karriere, und so schrecklich enttäuscht will ich mich nie wieder fühlen. Es tat mir vor allem dem Hund gegenüber leid, denn Ante hatte das Zeug für die ersten 3 Plätze und hat den 8. Platz nicht verdient. Meine Lehre lautet also: „Nie wieder krank laufen!“ Bei Ante und dem Team von Farm Fresh entschuldige ich mich sehr für unsere diesjährige Leistung bei der Tschechischen Meisterschaft.
Jedenfalls nehme ich es als Erfahrung, durch die ich durchmusste, damit ich nächstes Mal weiß: So nicht. Ich kenne die Zeiten, die wir laufen, und ich kenne unser Potenzial. Deshalb freue ich mich jetzt auf die nächste Saison und glaube daran, dass wir es dann abrufen. :)
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